TECHNIK
MUSEUM SPEYER

Landekapsel der Sojus TM-19

Europas größte Raumfahrtausstellung ist um ein besonders wertvolles Exponat reicher. Die original Landekapsel der Sojus Mission TM-19, mit der der deutsche Astronaut Ulf Merbold im Jahr 1994 von der russischen Raumstation MIR zur Erde zurück flog, kam  von Moskau über Frankfurt nach Speyer.

Nach jahrelanger Recherche und Unterstützung von Mitgliedern des Fördervereins Auto-Technik Museum e.V. ist es gelungen direkte Kontakte zum russischen Luft- und Raumfahrtkonzern Energia herzustellen und es bot sich die einmalige Chance die original Kapsel der Sojus Mission TM-19 zu erwerben. Buran Testpilot und Kosmonaut Igor Volk hat sich für die Übergabe der Kapsel stark engagiert und begleitete den kompletten Transport von Korolev bei Moskau nach Deutschland. Dort übergab er die Raumkapsel persönlich an das TECHNIK MUSEUM SPEYER.
Die Landekapsel Sojus TM-19 ist ab sofort für unsere Museumsbesucher zu besichtigen!

Landekapsel der Sojus TM-19
Sojus (russ. „Vereinigung, Union“) ist der Name einer Reihe von bemannten russischen Raumschiffen für Besatzungen von bis zu drei Personen. Das in den 1960er Jahren vom OKB-1 Sergei Koroljows entwickelte und anschließend mehrfach modifizierte Sojus-Raumschiff wurde zu einer bemannten Fähre für die Raumstationen der Saljut-Reihe, später für die MIR und derzeit für die Internationale Raumstation (ISS).

Das Sojus-Raumschiff ist seit 1967 im Einsatz. Sojus TM-19, so lautete die Missionsbezeichnung für einen Flug zur Raumstation MIR. Hierbei handelte es sich um den 19. Besuch eines Sojus-Raumschiffes bei der Raumstation MIR und den 95. Flug im russischen Sojusprogramm. Die Mission startete am 1. Juli 1994 im Weltraumbahnhof bei Baikonur, Kasachstan.

Zur Startbesatzung gehörten der Kommandant Juri Iwanowitsch Malentschenko (1. Raumflug) und der Bordingenieur Talghat Mussabajew (1. Raumflug). Bei der Rückkehrmannschaft war neben den beiden Russen auch der deutsche Astronaut (ESA/Deutschland) Ulf Merbold (3. Raumflug) an Bord.

Merbold gelangte am 3. Oktober 1994 mit der Mission Sojus TM-20 in die Station MIR. Er war der erste ESA-Astronaut auf der russischen Raumstation und absolvierte den bis dahin längsten Aufenthalt eines Westeuropäers im All. Die Mission TM-19 endete mit einer erfolgreichen Landung am 4. November 1994 in der Steppe von Kasachstan 88 km nordöstlich von Arkalyk.

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