TECHNIK
MUSEUM SPEYER

ISS Modul SWESDA

Swesda (Russisch für Stern) ist das russische Wohn- und Navigationsmodul der Internationalen Raumstation ISS, welches als erstes von Menschen bewohnt wurde. Das Modul startete am 12. Juli 2000 an der Spitze einer Proton-K Rakete vom Kosmodrom Baikonur zur ISS ins All. Nach einigen Bahnkorrekturen dockte Swesda am 26. Juli 2000 an das bereits seit November 1998 im Erdorbit befindliche Modul Sarja an und befindet sich noch heute im Einsatz.

Das TECHNIK MUSEUM SPEYER präsentiert in Europas größter Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ einen originalgetreuen Nachbau des Swesda Moduls. Hierbei handelt es sich um eine Schenkung der European Space Agency. Durch die guten Kontakte zur ESA fand das Swesda Modul nun seinen Weg  nach Speyer. Dank der großzügigen Fensterfront haben die Museumsbesucher einen einmaligen Blick in das Innere des Wohn- und Arbeitsbereichs  und können sich so einen Eindruck verschaffen, wie Kosmonauten und Astronauten auf der ISS leben. Neben dem Columbus Modul ist mit Swesda bereits das zweite 1:1 Modell, welches zur Internationalen Raumstation ISS gehört, im TECHNIK MUSEUM SPEYER zu sehen.

Infos zum Original Swesda Modul
Das Wohnmodul ist etwa 13,1 Meter lang, hat einen Durchmesser von 4,15 Meter, eine Masse von knapp 19,1 Tonnen und ist eine modifizierte Version des Basismoduls der russischen Raumstation Mir. Swesda besteht aus drei Teilen: Dem kugelförmigen Kopfteil mit Kopplungsstutzen, dem zylindrischen Hauptbereich mit Wohn- und Navigationsteil und dem ebenso zylindrischen Heckabteil. Letzteres ist hermetisch verschließbar und kann als Luftschleuse für Außenbordarbeiten oder als Kopplungspunkt für Raumschiffe verwendet werden. Für Andockmanöver hat das Swesda Modul vier Kopplungsstutzen: drei passive mit den Modulen Pirs, Poisk und Sarja, sowie einen passiven Kopplungsstutzen am Heck, an dem Sojus, Progress und ATV ankoppeln können. Über alle Kopplungsstutzen lassen sich Luft, Sauerstoff, Wasser und Treibstoff in die Station und Abwasser aus der Station pumpen.

Am Heck befinden sich zwei Triebwerke für Bahnanhebungen der ISS. Über das Modul verteilt sind 36 Lageregelungstriebwerke, welche die Orientierung der Station im Erdorbit ändern und stabilisieren können. Die Stromversorgung läuft über zwei 3,3 Meter breite und 29,7 Meter lange Solarzellenflächen. Im Mittelteil des Moduls befinden sich Steuereinrichtungen, Lebenserhaltungssysteme, eine Bordtoilette, die Küche, ein Laufband, ein Fahrradergometer, ein Tisch und zwei Schlafkojen. In der Küche gibt es einen Wasserspender für kaltes und heißes Wasser, welches der vakuumgetrockneten und -verpackten Nahrung zugegeben wird, einen Ofen zum Aufwärmen von Dosennahrung sowie einen Kühlschrank.

Mediabox: Pressematerial zu diesem Thema

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Bitte beachten Sie, dass das Technik Museum Speyer etwa 35 Kilometer von Sinsheim entfernt liegt und ein separates Museum ist.