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DAS MUSEUM UND IMAX SIND AUFGRUND STAATLICHER ANORDNUNG GESCHLOSSEN, doch im Internet sind wir für Euch da! In unserem Blog und unseren Social Media Kanälen erzählen wir spannende Geschichten aus dem Museum und halten Euch auf dem Laufenden:

Mondauto - Lunar Roving Vehicle

Das Lunar Roving Vehicle (LRV) war ein elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Erforschung der Mondoberfläche unter den besonderen Bedingungen des Weltraums und der geringen Schwerkraft des Mondes. Insgesamt wurden zwischen 1969 und 1972 sechs Mondlandungen durchgeführt, wobei bei den letzten drei Missionen, APOLLO 15, 16 und 17, jeweils ein LRV mit an Bord war. Mit dem Rover konnte der Aktionsradius der Astronauten im Vergleich zu den ersten drei Mondlandungen von APOLLO 11, 12 und 14 wesentlich erweitert werden. Das Bild unten zeigt den ersten Lunar Rover am 2. August 1971 auf der Mondoberfläche während der dritten Exkursion im Hadley-Apennine-Landegebiet. Rechts der Rand von Mount Hadley, der von dieser Ebene aus 4.500 Meter in die Höhe ragt.

Bei einem Leergewicht von 210 Kilogramm konnte das Fahrzeug auf der Mondoberfläche 490 Kilogramm Zuladung aufnehmen. Der aus Aluminium gefertigte Rahmen war 3,10 Meter lang, der Radstand betrug 2,30 Meter, die maximale Höhe 1,14 Meter. Das dreiteilige Chassis war faltbar konstruiert, sodass es platzsparend im „Quad 1“ Laderaumabteil der Landestufe der Mondfähre mitgeführt werden konnte. Die zwei nebeneinander montierten faltbaren Sitze mit einstellbaren Fußstützen und Klettverschlussgurten bestanden aus Aluminiumrohren mit einer Bespannung aus Nylongewebe und Bodenplatten ebenfalls aus Aluminium. Zwischen den Sitzen befand sich eine Armlehne. Auf einem Mast im vorderen Bereich des Rovers war für die Datenübermittlung eine große, maschenförmige Antennenschüssel angebracht. Voll beladen betrug die Bodenfreiheit des LRV 36 Zentimeter. Die 23 Zentimeter breiten Reifen bestanden aus einem Geflecht aus verzinktem, 0,84 Millimeter dickem Stahldraht. Die Radpaare konnten einzeln oder gemeinsam gelenkt werden. Beim Einschlag beider Radpaare in jeweils entgegengesetzter Richtung ergab sich ein Wendekreis von nur 3,10 Meter. Der Rover konnte auf der Erde nicht auf die eigenen Räder gestellt werden, da diese nur auf die geringe Schwerkraft des Mondes (1/6 der Schwerkraft der Erde) ausgelegt waren und daher nicht die Stabilität besaßen, um das Eigengewicht des Fahrzeugs unter den Schwerkraftbedingungen der Erde zu tragen. Zur Durchführung der notwendigen Funktionstests musste der Rover daher auf der Erde immer aufgebockt werden und die Testfahrten der Astronauten und Ingenieure waren nur mit herkömmlichen Gummireifen möglich.

Angetrieben wurde das LRV über eine 80:1 Untersetzung von je einem Elektromotor pro Rad mit maximal 190 Watt Leistung bei 10.000 Upm. Die Energie für die Motoren und alle anderen elektrischen Einrichtungen wie die Steuerung, die Funkanlage oder die TV-Kamera wurde von zwei nicht wiederaufladbaren 36 Volt Silber/Zink-Batterien mit einer Kapazität von jeweils 121 Ah bereitgestellt. Die maximale Fahrzeit war auf 3 Stunden pro Tag begrenzt – bei 3 Tagen Aufenthalt auf dem Mond.

Zur Steuerung diente ein zwischen den Sitzen angeordneter, T-förmiger Steuerknüppel. Schob man den Steuerknüppel nach vorne bewegte sich der Rover vorwärts, durch seitliche Bewegung lenkte man das Fahrzeug nach links oder rechts und um die mechanische Bremse zu aktivieren, zog man den Knüppel nach hinten. Zur Rückwärtsfahrt musste vor dem Zurückziehen des Hebels mit einem Schalter der Rückwärtsmodus aktiviert werden. Durch komplettes Zurückziehen des Hebels wurde die Parkbremse aktiviert. Die Kontrollinstrumente befanden sich vor dem Hebel und zeigten Geschwindigkeit, Fahrtrichtung, Abstand, den Batterieladestand und Temperaturwerte an.

Zum Ausklappen des LRV aus dem Laderaumabteil der Mondfähre diente ein System von Seilen, Stoffbändern und Umlenkrollen ähnlich einem Flaschenzug. Ein Astronaut musste die Leiter der Mondfähre hinaufsteigen um den Rover zu entriegeln, welcher dann langsam vom zweiten Astronauten herausgeklappt wurde. Der letzte Teil des Aufklappvorgangs erfolgte dabei automatisch. Nach der Aktivierung des elektrischen Systems war der Rover dann fahrbereit. Das LRV wurde in nur 17 Monaten entwickelt und erfüllte alle gefordeten Funktionen. Die Entwicklungskosten lagen bei ca. 38 Millionen Dollar. Inflationsbereinigt wären dies heute rund 200 Millionen Dollar.

Drei LRVs wurden auf dem Mond eingesetzt: der erste bei APOLLO 15 im Hadley-Appennine Landegebiet von David R. Scott und James B. Irwin, der zweite bei APOLLO 16 im Descartes-Hochland von John W. Young und Charles M. Duke und der dritte bei APOLLO 17 im Taurus-Littrow-Landegebiet von Eugene A. Cernan und Harrison H. Schmitt. Der Rover wurde dabei jeweils vom Kommandanten der Mission gesteuert, während der Pilot der Mondfähre als Navigator oder, wie die Astronauten gerne sagen, als „Reiseleiter“ fungierte. Bei allen drei Missionen wurde der Rover bei je drei Geländefahrten eingesetzt, eine pro Tag, verteilt über die drei Tage des Aufenthaltes auf der Mondoberfläche. Beim Rückflug zur Kommandokapsel wurde er auf der Mondoberfläche zurückgelassen.

Harrison „Jack“ Schmitt, Pilot der Mondfähre von APOLLO 17 und einziger Wissenschaftler unter den 12 Astronauten, die die Mondoberfläche betraten, beschrieb den Rover wie folgt: „Der Lunar Rover bewährte sich als zuverlässiges, sicheres und flexibles Monderforschungsfahrzeug, was wir auch so von ihm erwarteten. Ohne ihn wären die bedeutenden wissenschaftlichen Entdeckungen von APOLLO 15, 16 und 17 nicht denkbar und unser derzeitiges Verständnis von der Entstehung des Mondes nicht möglich gewesen“.