Boeing 747 Jumbo Jet


Der „Jumbo Jet“ im Technik Museum Speyer ist das einzige Flugzeug dieses Typs außerhalb eines Flugplatzes und auch das einzige Exemplar, das jemals zerlegt und wieder zusammengebaut wurde. Im Frühjahr 2002 war es gelungen, von der Lufthansa eines dieser riesigen Großraumflugzeuge für die Flugzeugausstellung zu bekommen. Der Transport des Giganten der Lüfte nach Speyer war eine der größten Herausforderungen, der sich das Museum bis dahin gegenüber gesehen hatte. Die erste Etappe von Frankfurt zum Flughafen Karlsruhe / Baden-Baden konnte noch fliegend zurückgelegt werden. Nach dem fachgerechten Zerlegen des Flugzeugs begann die zweite Etappe mit dem Verladen der Einzelteile. Das größte Problem war der Transport des gigantischen Rumpfes mit einer Länge von rund 70 Metern. Mit riesigen Kränen wurde er auf einen Spezialtransporter gehoben, zur Nato-Rampe in Söllingen gefahren, auf einen Lasten-Ponton verladen und auf dem Rhein zu einem Naturhafen nahe Speyer gefahren. Von dort ging es dann wieder auf dem Landweg weiter. Die gesperrten Straßen waren gesäumt von zehntausenden Zuschauern. Für die fünf Kilometer ins Technik Museum Speyer benötigte der Schwertransport ungefähr zwei Stunden. Im mehrmonatiger Arbeit wurde die Maschine dann wieder zusammengebaut und in Flugposition auf ein riesiges Stahlgerüst montiert, das von unserem Statiker, Herrn Dipl. Ing. Reinhold Hildebrandt aus Mühlacker, konstruiert wurde. Der Innenraum kann komplett besichtigt werden, sogar einer der Flügel ist begehbar. Die Innenverkleidung wurde teilweise demontiert, um einen Eindruck von der Konstruktion eines solchen Großraumflugzeugs zu geben (siehe Bild auf der gegenüberliegenden Seite unten links). Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Deutschen Luft hansa AG und der Stadt Speyer bedanken, die es uns ermöglicht haben, einen „Jumbo Jet“ in dieser Form zu präsentieren und begehbar zu machen. Wir haben dieses Ereignis zum Anlass genommen, der Deutschen Lufthansa AG die Ehrenmitgliedschaft in unserem Museumsverein zu verleihen.

Textquelle: Das grosse Museumsbuch