Die Liller Halle
Viele Besucher des TECHNIK MUSEUM SPEYER halten die Boeing 747 auf dem Freigelände für das volumenmäßig größte Exponat des Museums - doch weit gefehlt: Die denkmalgeschützte Liller Halle, eine Ausstellungshalle des Museums, ist ein markantes Beispiel der Industriebaukunst zwischen Jahrhundertwende und dem 1. Weltkrieg und somit selbst ein herausragendes Exponat der Sammlung.
Erbaut wurde die Halle 1913 in Lesquin bei Lille (Nordfrankreich) für die Firma Thomson in Houston (USA). Während des ersten Weltkrieges wurde die komplette Halle von deutschen Truppen demontiert und nach Speyer transportiert. Dort diente sie den Pfalz-Flugzeugwerken die in Speyer 2500 Flugzeuge fertigten. Nach dem 1. Weltkrieg bis 1930 erfolgte eine Nutzung der französischen Truppen, von 1937 bis 1945 diente sie den Flugzeugwerken Saarpfalz als Werkstatt für zahlreiche Flugzeugtypen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Liller Halle abermals von den französischen Truppen genutzt. Im August 1990 begannen die Renovierungsarbeiten durch das TECHNIK MUSEUM SPEYER. Am 11. April 1991 wurde das Gebäude als Ausstellungshalle in Betrieb genommen.
Seit Oktober 2008 ergänzt eine moderne Raumfahrthalle mit einer Ausstellungsfläche von 9.000 qm das TECHNIK MUSEUM SPEYER und stellt den optischen Gegenpol zur historisch anmutenden Liller Halle dar.
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